Das Fachgebiet der Urologie umfasst den Harntrakt, die männlichen Geschlechtsorgane und deren Funktion.
Wenn Sie wissen möchten, wie urologische Arbeit in der Praxis aussieht, lesen Sie hier weiter:

Ganz Allgemein

Urologie hat viele Facetten, die allgemein nur wenig bekannt sind. In der Öffentlichkeit wird Urologie als eine Art Männermedizin wahrgenommen und findet in der Medienberichterstattung hauptsächlich im Zusammenhang mit der Prostata Erwähnung. Dies ist jedoch ein recht einseitiger Blickwinkel auf ein Fach, das seine Patienten aus allen Altersgruppen und aus beiden Geschlechtern rekrutiert.

Schließlich geht es bei der Urologie nicht allein um männliche Organe, sondern mindestens genauso um den Harntrakt mit Nieren, Harnleitern, Blase und Harnröhre. Schon im Kindesalter kann es Probleme mit dem Wasserlassen, der Kontinenz, mit Infektionen und vielem anderen mehr geben.

Frauen leiden viel öfter unter Blasen­entzün­dung als Männer, Nierensteine kommen bei beiden Geschlechtern vor und auch häufiger Harndrang ist kein männliches Vorrecht. Hinzu kommen Krebserkrankungen, die ja nicht nur an der Prostata auftreten können, sondern im gesamten urogenitalen System. Auch Schmerzsyndrome und andere chronische Erkrankungen gehören zum urologischen Alltag.

Krankheiten aus anderen Fachgebieten können ebenfalls urogenitale Probleme bereiten. Diabetes, Bluthochdruck, Arteriosklerose, Parkinson oder Multiple Sklerose gehören dazu.

Geschlechtsorgane
Es liegt auf der Hand, dass die Behandlung von Krankheiten männlicher Geschlechtsorgane auch deren Funktionsweise beinhaltet. Häufige Themen sind vorzeitiger Samenerguss, Potenzstörungen oder unerfüllter Kinderwunsch. Hier trifft sich Urologie mit Sexualmedizin, wobei ich letztere als eine Erweiterung der diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten begreife. Schließlich geht es in der Regel um zwei Menschen, denen man durch die isolierte Betrachtung eines Organes mitunter nicht gerecht wird.

UROLOGISCHE BEHANDLUNG

Wir verschieben gerade urologische Grenzen und für diesen Grenzbereich braucht es Spezialisten

In der Öffent­lichkeit wird Urologie als eine Art Männer­medizin wahrgenommen und findet in der Medien­bericht­erstattung hauptsächlich im Zusammen­hang mit der Prostata Erwähnung.

Wissenszuwachs im Fachgebiet

Allein in den vergangenen einhundert Jahren hat sich medizinisches Wissen vervielfacht und wächst rapide. Immer kürzer werden die Abschnitte, in denen es sich verdoppelt. Die Reaktion der Fachwelt ist ein deutlicher Trend zur Spezialisierung. So hat sich die Urologie aus der Chirurgie heraus entwickelt und als eigenes Fachgebiet etabliert. Doch was als klein und überschaubar begann, verwandelte sich unter dem Einfluss des rasanten medizinischen Fortschrittes in ein weites Feld.

Es ist für den Einzelnen praktisch unmöglich geworden, die gesamte Urologie in allen Bereichen tagesaktuell zu überblicken.

War es für Universalgelehrte wie Goethe oder Leibnitz noch erreichbar, alle Wissenschaftsdisziplinen kompetent in sich zu vereinen, sind wir heute auf dem Weg zur Ultraspezialisierung. Das bedeutet jedoch nicht, dass alles schwierig und kompliziert geworden ist. Das urologische Tagesgeschäft läuft weiter und über 90% der Fragestellungen sind Standard. Aber wir verschieben gerade urologische Grenzen und für diesen Grenzbereich braucht es Spezialisten.

Allein beim Prostatakrebs hat es in den vergangenen zehn Jahren ungeheure Entwicklungen gegeben, sowohl operativ als auch medikamentös. Wenn wir heute über das kastrationsresistente Prostatakarzinom reden, ist das etwas völlig anderes als noch zu Beginn meiner urologischen Ausbildung. Neuzu­gelassene Medikamente, neue Therapien in Entwicklung, häufige Leitlinien­anpassungen und eine schier unüberschaubare Flut wissenschaftlicher Publikationen fordern unablässig den professionellen Ehrgeiz.

Spezialisierung in der Praxis
Es hat sich unter dem Einfluss dieser Entwicklung in den vergangenen Jahren praktisch von selbst ergeben, dass ich mich auf gewisse Bereiche spezialisiert habe.

Zu meinen Spezialgebieten gehört neben Prostata- und Blasenkrebs vor allem die Behandlung sexualmedizinischer Fragestellungen.

Aber auch rehabilitationsmedizinisch bin ich sehr gut aufgestellt. Spezialisierung heißt nicht, dass ich nichts anderes kann, ganz im Gegenteil. Auch bei allgemeinurologischen Fragestellungen können Sie sich vertrauensvoll an mich wenden.

Von der Frau zum Urologen geschickt und sich nicht hingetraut?
Ein „Leidfaden“ für Ehemänner

Wenn es um Urologie geht, nehmen Männergesichter oft einen schmerzverzerrten Ausdruck an. Hinzu kommt meist noch das schlechte Gewissen: „Meine Frau will immer, dass ich hingehe, aber…“

Frauen lernen von Kindesbeinen an, sich regelmäßig gynäkologisch untersuchen zu lassen. Es gehört einfach dazu. Männer hingegen gehen ungern zum Arzt. Viele können sich auch dann noch nicht überwinden, wenn ihnen ihr Körper signalisiert, dass sie es besser mal täten. Auf der Skala des Widerwillens gegen ärztliche Konsultationen steht der Urologe auf einer Stufe mit dem Zahnarzt oder überholt ihn noch. Das urogenitale Gebiet ist so manchem peinlich und die Vorstellung des heraufziehenden urologischenTermins vor dem geistigen Auge bestenfalls unangenehm, wahrscheinlich jedoch sehr schmerzhaft.

Die Befürchtungen sind verständlich und nachvollziehbar. Schließlich geht es um sehr empfindliche Stellen des menschlichen Körpers. Es wäre auch falsch, zu behaupten, es gäbe in der Urologie keine unangenehmen Untersuchungen. Die sind aber gar nicht so häufig, wie viele denken. Außerdem hängt das subjektive Erleben sehr von den Begleitumständen ab. Wenn man nicht weiß, was einen erwartet, hat man Angst vor Dingen, vor denen man gar keine Angst zu haben braucht

Es ist meine persönliche Erfahrung, daß die meisten Patienten überrascht sind, wenn sich ihre urologischen Alpträume nicht bewahrheiten. Ist ja auch irgendwie logisch. Es würde wenig Sinn ergeben, in einer Praxis zeitaufwendige Prozeduren anzubieten, die obendrein auch noch eine Narkose erfordern.

Für so etwas gibt es Krankenhäuser. Was das Thema Scham anbelangt, versetzen Sie sich bitte in meine Lage als Arzt. Ihnen mag Ihr Problem einzigartig vorkommen, für mich ist das mit großer Wahrscheinlichkeit nicht der Fall. Was Ihnen vielleicht peinlich ist, sind Dinge, die mir in meinem Beruf täglich begegnen. Eine professionelle Einstellung zu den Dingen ist für mich genauso selbstverständlich wie das Einhalten der ärztlichen Schweigepflicht.

Wann sollten Sie zum Urologen gehen?

1Wenn Sie Beschwerden haben oder Veränderungen bemerken, wie beispielsweise rätselhafte Schwel­lungen oder Knoten, Blut im Urin, Veränderungen beim Wasserlassen, Potenzstörungen, etc. In diesen Situationen sollten Sie nicht zögern, sondern sich Hilfe beim Fachmann holen

2Wenn Sie sich völlig gesund fühlen und hierfür im Grunde genommen eine Bestätigung wünschen, sollten Sie sich über Chancen und Risiken eines urologischen Check-ups beraten lassen. Ob und inwieweit der danach stattfindet, hängt von Ihrem persönlichen Risikoprofil und Ihrer Entschei­dung ab. Rund um das 50. Lebensjahr ist es auf jeden Fall sinnvoll, sich zu informieren.

3Wenn Ihre Frau meint, es sei eine gute Idee, ist da meistens was dran.

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