Prostatakrebsfrüherkennung

> Was ist das? <

Das bekannteste Wort für Früherkennung ist Vorsorge. In Fachkreisen benutzt man hingegen den Begriff Screening. Ich werde in diesem Text ebenfalls eher von Screening reden, da ich Vorsorge irreführend finde. Wer vorsorgt, kann unerwünschte Ereignisse verhindern. Aber genau das kann die Vorsorgeuntersuchung nicht. Sie kann nicht verhindern, dass Krebs entsteht, obwohl das viele glauben. Die Untersuchung ist eine Bestandsaufnahme mit den zur Verfügung stehenden Mitteln. Die Untersuchungsmethoden haben ihre Grenzen und so lässt sich nie mit völliger Sicherheit ausschließen, dass nicht doch etwas ganz Kleines gerade im Entstehen ist oder ob nicht in Zukunft etwas entstehen wird.

Prostatakrebsfrüherkennung

> Was ist das? <

Das bekannteste Wort für Früherkennung ist Vorsorge. In Fachkreisen benutzt man hingegen den Begriff Screening. Ich werde in diesem Text ebenfalls eher von Screening reden, da ich Vorsorge irreführend finde. Wer vorsorgt, kann unerwünschte Ereignisse verhindern. Aber genau das kann die Vorsorgeuntersuchung nicht. Sie kann nicht verhindern, dass Krebs entsteht, obwohl das viele glauben. Die Untersuchung ist eine Bestandsaufnahme mit den zur Verfügung stehenden Mitteln. Die Untersuchungsmethoden haben ihre Grenzen und so lässt sich nie mit völliger Sicherheit ausschließen, dass nicht doch etwas ganz Kleines gerade im Entstehen ist oder ob nicht in Zukunft etwas entstehen wird.

Wozu braucht man diese Untersuchung dann?

Sie dient dem Risikomanagement. Eine regelmäßige Bestandsaufnahme bietet die Chance, Krebs in einem frühen Stadium zu entdecken und zu heilen. Wie schön wäre es doch, könnte ich dieses Thema damit beschließen und sagen: lassen Sie Ihre Prostata abtasten und das Prostata Spezifische Antigen (PSA) im Blut untersuchen. Fertig.

Beim Prostata Spezifischen Antigen (PSA) handelt es sich um ein auf natürlichem Wege in der Prostata gebildetes Eiweiß, das eine Rolle bei der Verflüssigung des Spermas spielt und damit wichtig für die Fortpflanzung ist. Ein kleiner Teil kann auch immer im Blut nachgewiesen werden. Bei Krebs oder anderen Auslösern kann dieser Wert ansteigen.

Früherkennungsprogramm

> Krebs ist nicht gleich Krebs <

Es gilt Chancen, aber auch Risiken zu beachten. Ein im Anfangsstadium erkannter Prostatakrebs hat sehr gute Heilungschancen. Wenn Sie einen oder mehrere männliche Verwandte ersten Grades haben, sollten Sie sich ab dem 40. bis 45. Lebensjahr untersuchen lassen. Wenn Sie unter vermehrtem Harndrang leiden, der Harnstrahl abgeschwächt ist, Sie nachts häufiger auf die Toilette müssen etc., sollten Sie das abklären lassen. Meist verbirgt sich hinter diesen Symptomen eine gutartige Erkrankung, in seltenen Fällen kann aber auch ein Prostatakrebs die Ursache sein.

Beim Screening geht es aber nicht um das frühe Erkennen einer Krebserkrankung, sondern um Früherkennung und das ist ein Unterschied. Früherkennung ist eine Reihenuntersuchung für Menschen, die keiner besonderen Risikogruppe angehören, die keine Symptome haben, sich gesund fühlen und vor allem im richtigen Alter für Früherkennungsuntersuchungen sind. Während frühes Erkennen vom Patienten oder dessen Arzt initiiert wird, geht Früherkennung für gewöhnlich von den Gesundheitsbehörden aus und umfasst die systematische Untersuchung einer definierten Population. Bereits 1968 hat die Weltgesundheits­organisation (WHO) Standards für die Einführung solcher Programme definiert, die bis heute in leicht abgeänderter Form gültig sind. Aus dem Widerstreit zwischen Früherkennung und frühem Erkennen speist sich die Diskussion um PSA und dessen Bezahlbarkeit durch die gesetzliche Krankenversicherung.

Früherkennungs-
programm

> Krebs ist nicht gleich Krebs <

Es gilt Chancen, aber auch Risiken zu beachten. Ein im Anfangsstadium erkannter Prostatakrebs hat sehr gute Heilungschancen. Wenn Sie einen oder mehrere männliche Verwandte ersten Grades haben, sollten Sie sich ab dem 40. bis 45. Lebensjahr untersuchen lassen. Wenn Sie unter vermehrtem Harndrang leiden, der Harnstrahl abgeschwächt ist, Sie nachts häufiger auf die Toilette müssen etc., sollten Sie das abklären lassen. Meist verbirgt sich hinter diesen Symptomen eine gutartige Erkrankung, in seltenen Fällen kann aber auch ein Prostatakrebs die Ursache sein.

Beim Screening geht es aber nicht um das frühe Erkennen einer Krebserkrankung, sondern um Früherkennung und das ist ein Unterschied. Früherkennung ist eine Reihenuntersuchung für Menschen, die keiner besonderen Risikogruppe angehören, die keine Symptome haben, sich gesund fühlen und vor allem im richtigen Alter für Früherkennungsuntersuchungen sind. Während frühes Erkennen vom Patienten oder dessen Arzt initiiert wird, geht Früherkennung für gewöhnlich von den Gesundheitsbehörden aus und umfasst die systematische Untersuchung einer definierten Population. Bereits 1968 hat die Weltgesundheits­organisation (WHO) Standards für die Einführung solcher Programme definiert, die bis heute in leicht abgeänderter Form gültig sind. Aus dem Widerstreit zwischen Früherkennung und frühem Erkennen speist sich die Diskussion um PSA und dessen Bezahlbarkeit durch die gesetzliche Krankenversicherung.

Folgende Kriterien müssen für ein Früh­erkennungs­programm (Screeningprogramm) erfüllt sein:

  1. Die Erkrankung muss ein bedeutendes Gesundheitsproblem darstellen.
  2. Es muss eine Behandlungsmöglichkeit der Erkrankung geben.
  3. Die Infrastruktur für Diagnose und Behandlung muss vorgehalten werden.
  4. Die Krankheit muss eine latente Phase (Frühphase) haben.
  5. Es muss einen geeigneten Test oder eine geeignete Untersuchungsmethode geben.
  6. Diese Untersuchungsmethode muss für die Untersuchten akzeptabel sein.
  7. Es muss ein angemessenes Verständnis des natürlichen Krankheitsverlaufs vorliegen.
  8. Es muss im Vorfeld Übereinstimmung darüber herrschen, wer behandelt wird.
  9. Die Kosten des Programms müssen in einem angemessenen Verhältnis zu den Gesamtausgaben des Gesundheitssystems stehen.
  10. Früherkennung ist kein einmaliges Ereignis, sondern ein kontinuierlicher Prozess.
„Wir nehmen die Funktionen des Körpers als selbstverständlich hin. Die Schwierigkeiten beginnen, wenn scheinbar banale Funktionen auf einmal nicht mehr gehen.“

Dr. Dr. Stefan Buntrock

Die WHO Vorgaben im Detail


Die meisten Punkte kann man sofort abhaken. Prostatakrebs ist ein bedeutendes Gesundheitsproblem. Er ist der häufigste Krebs bei älteren Männern in der westlichen Welt und wenn Männer an Krebs sterben, dann am zweithäufigsten an Prostatakrebs. Die Behandlungsmöglichkeiten im frühen Stadium sind sehr gut mit hervorragenden Heilungschancen. In Deutschland verfügen wir über eines der besten Gesundheitssysteme der Welt, das Diagnose und Behandlung problemlos vorhält. Tastuntersuchung und PSA-Test sind nicht nur geeignete Untersuchungsmethoden, sondern für die Untersuchten auch akzeptabel, da wenig aufwändig.
Prostatakrebs hat eine latente Frühphase

Natürlich gibt es noch andere diagnostische Möglichkeiten. Dies alles muss jedoch im bezahlbaren Rahmen bleiben (Punkt 9). MRT und andere aufwändige Untersuchungen würden den finanziellen Rahmen sprengen. Schon ein flächendeckendes, kassenfinanziertes PSA-Screening könnte die Systeme jährlich leicht mit einer halben Milliarde Euro zusätzlich belasten. Wie gesagt jährlich, denn Früherkennung ist ein kontinuierlicher Prozess, bei dem man in regelmäßigen Zeitabständen testet.

Prostatakrebs hat eine latente Frühphase, insofern wäre ein WHO-Kriterium erfüllt. Hieraus ergeben sich aber besondere Probleme, worauf ich im Folgenden zu sprechen komme. Latente Frühphase oder Latenzphase bedeutet, dass man in diesem Stadium zwar einzelne Krebszellen nachweisen kann, diese jedoch in einer Art Winterschlaf verharren. Normalerweise verhalten sich Krebszellen nämlich so, dass sie sich ungebremst vermehren, Anschluss an Lymph- oder Blutgefäße suchen und Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen bilden. Beim Prostatakrebs spricht man dann von einer klinisch relevanten Erkrankung. In der Latenzphase ist das nicht so. Dass es eine Latenzphase gibt, wissen wir aus Autopsiestudien. Bei dieser Art von Untersuchung hat man bei Verstorbenen aller Altersgruppen und Todesursachen (außer Prostatakrebs) die Prostata untersucht.

So fand man bereits bei unter 30-jährigen in 5% der Fälle Krebszellen. Bei 80-jährigen und älter waren über die Hälfte der Männer betroffen.1 Was diese Veränderungen hervorruft, liegt bislang noch weitgehend im Dunkeln.

KONTAKTDATEN


Privatpraxis für Urologie & Sexualmedizin

Dr. med. Dr. phil. Stefan Buntrock 

 

 In der Worth 16
37077 Göttingen

PRAXISAUSSTATTUNG


  • modernstes Ultraschallgerät der Firma BK Medical mit Farbduplex und Elastographie
  • ESWT-Gerät Dornier Aries II der neuesten Generation für die Behandlung von Potenzstörungen
  • Neues Video-Zystoskopiegerät der Firma Olympus für die Blasenspiegelung
  • Uroflow-Messgerät
  • eigenes urologisches Labor
  • die Praxisräume sind barrierefrei zugänglich, rollstuhlgerecht und verfügen über eine Behindertentoilette

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